Lebensversicherung

Allgemein ausgedrückt sichert die Lebensversicherung die wirtschaftlichen Risiken aus zu frühem Tod (Sicherung der Hinterbliebenen) und zu langem Leben (eigener Unterhaltsbedarf) ab.

Lebensversicherungsprodukte dienen im Wesentlichen der Absicherung der wirtschaftlichen Lebensplanung des Versicherungsnehmers. Im Bereich der Lebensversicherung unterscheidet man zwischen der Risikolebensversicherung und der Kapitallebensversicherung.

Mit einer Risikolebensversicherung sichert der Versicherungsnehmer üblicherweise seine Hinterbliebenen oder sonstige Begünstigte für den Fall seines vorzeitigen Ablebens ab. Fällt der Hauptverdiener aus, bringt dies für die Hinterbliebenen oft erhebliche finanzielle Einbußen mit sich. Besonders bei jungen, kinderreichen Familien, die Darlehen (zum Beispiel nach Grunderwerb) tilgen müssen, kann dies schnell zu einer wirtschaftlichen Schieflage führen. Um dieses Risiko zu minimieren, kann eine Risikolebensversicherung eine sinnvolle Option darstellen. Doch Vorsicht: Hat der Versicherungsnehmer bei Antragstellung falsche Angaben gemacht oder relevante Tatsachen (wie zum Beispiel eine schwere Erkrankung) verschwiegen, kann sich der Versicherer unter Umständen auf Leistungsfreiheit berufen. Auch bei unklarer Todesursache verweigern die Lebensversicherer meist die Auszahlung, da ein Suizid vom Versicherungsschutz nicht umfasst ist. Hier setzen wir uns für eine Klärung des Sachverhalts zum Wohle unserer Mandanten ein.

Was Sie sonst noch Lebensversicherungen wissen sollten

Was ist eine Kapitallebensversicherung und wann ist diese empfehlenswert?

Weitaus größeres Streitpotenzial als die Risikolebensversicherung bietet die Kapitallebensversicherung. Kapitalbildende Lebensversicherungen dienen, wie der Name bereits sagt, als Kapitalanlage oder Ansparprodukt, zur Hinterbliebenenvorsorge und zur Familienabsicherung, zur Darlehensabsicherung (insbesondere im Zusammenhang mit Immobilienfinanzierungen) oder zur Rückdeckung von Pensionszusagen in der Betrieblichen Altersvorsorge. Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensversicherungsprodukte. Die fortdauernde Niedrigzinspolitik sowie die Krise an den Finanzmärkten führen bei vielen Versicherungsprodukten dazu, dass sie hinter der Renditeerwartung ihrer Versicherungsnehmer und den einstigen Versprechungen der Versicherer zurückbleiben. Dies führt zu geringen Rückkaufswerten. Auch bei Zuteilung der Lebensversicherung müssen Versicherungsnehmer häufig feststellen, dass die bei Vertragsschluss definierten Ziele deutlich verfehlt wurden. Häufig stellt sich dann die Frage, ob die Versicherungssumme richtig berechnet wurde. Die Beteiligung an den Bewertungsreserven, die Berechnung der Überschussbeteiligung und die Berechnung der Stornokosten bieten dabei häufigen Anlass zum Streit mit dem Lebensversicherer. In der Vergangenheit sind hierzu zahlreiche höchstrichterliche Entscheidungen des Bundesgerichtshofes ergangen, die die Rechte der Versicherungsnehmer stärken. Weitreichende Konsequenzen wie kaum eine andere Rechtsprechung hatten dabei die Urteile des Bundesgerichtshofes und des Europäischen Gerichtshofes zum „ewigen Widerrufsrecht“ in der Lebensversicherung. Diese Rechtsprechung führt dazu, dass Versicherungsnehmer selbst bei vorheriger Kündigung oder bereits erfolgter Zuteilung der Lebensversicherung noch nach Jahren von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen können. Hat der Versicherungsnehmer gegen den Lebensversicherungsvertrag Widerspruch erhoben (etwa, weil er bei Vertragsschluss nicht ordnungsgemäß über sein Widerspruchsrecht belehrt wurde), muss der Lebensversicherungsvertrag rückabgewickelt werden. Der Versicherer muss dann die vom Versicherungsnehmer eingezahlten Beiträge zzgl. der hieraus gezogenen Kapitalerträge und Nutzungen an diesen zurückerstatten.

Wenn auch Sie mit der zugeteilten Lebensversicherungssumme nicht einverstanden sind oder vermuten, dass der Versicherer bei Berechnung des Rückkaufswertes unberechtigte Abzüge vorgenommen hat, zögern Sie nicht, mit uns in Kontakt zu treten. Wir prüfen, ob für Sie noch ein nachträglicher Vertragswiderruf/Widerspruch in Betracht kommt. Auch die Höhe der Versicherungssumme und des Rückkaufswertes sowie der Überschussbeteiligungen können wir einer rechtlichen Prüfung unterziehen. Für den Laien sind diese Berechnungen oft kaum durchschaubar. Selbst bei vermeintlich eindeutiger Rechtslage lassen es die Lebensversicherer nicht selten auf einen Rechtsstreit ankommen. Zögern Sie daher nicht, einen Fachanwalt mit Ihrer rechtlichen Interessensvertretung zu beauftragen.

Experten-Know-How

Große Versprechungen und kleine Renditen sind charakteristisch für das Geschäft mit den Lebensversicherungen.

Wir helfen, wenn

  • die Rendite hinter den Erwartungen zurückbleibt
  • Ihnen mehr versprochen wurde, als Ihnen ausgezahlt wird
  • Sie den Versicherungsvertrag rückabwickeln wollen oder
  • es zu sonstigen Leistungsstörungen kommt
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