Dienstunfähigkeits­versicherung

Wird ein Beamter aufgrund Erkrankung oder Unfall dienstunfähig, kann er durch den Dienstherrn in den (vorzeitigen) Ruhestand versetzt werden.

Dabei gilt als dienstunfähig häufig schon, wer infolge Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat, wenn keine Aussicht besteht, dass innerhalb weiterer sechs Monate die Dienstfähigkeit wieder voll hergestellt werden kann.

Anstelle der ursprünglichen Versorgungsbezüge erhält ein Beamter auf Lebenszeit nach mindestens fünf Jahren Dienstzeit lediglich ein Ruhegehalt. Das Ruhegehalt beträgt nach fünf Jahren Dienstzeit jedoch lediglich etwa 35 % der letzten Bezüge. Zwar steigt der Anspruch auf Ruhegehalt mit jedem weiteren Dienstjahr an, er erreicht jedoch nie das Niveau des normalen Beamtengehalts. Die Gefahr einer Versorgungslücke im Falle einer Dienstunfähigkeit ist also groß.

Um diese Gefahr abzumildern, bieten viele Versicherer eine Dienstunfähigkeitsversicherung an. Diese zahlt im Falle der Dienstunfähigkeit eine zuvor fest vereinbarte monatliche Rente und stockt somit das Ruhegehalt auf.

Was Sie noch zur Dienstunfähigkeits­versicherung wissen sollten!

Für wen ist die Dienstunfähigkeits­versicherung besonders empfehlenswert?

Besonders in risikoträchtigen Berufen, wie zum Beispiel Polizei oder Militär, und in Berufen, die einem erhöhten Stressfaktor ausgesetzt sind (zum Beispiel Lehrer), beweist die Statistik, dass viele Beamte bereits vor dem Pensionsalter aufgrund Dienstunfähigkeit in den Vorruhestand versetzt werden müssen. Dabei bleibt zu beobachten, dass seit 1995 die Ruhestandsfälle stetig zugenommen haben. Dies mag auch mit den gestiegenen Aufgaben und Herausforderungen zusammenhängen, denen die Beamten in ihrem Dienst begegnen müssen.

Insbesondere bei Beamten, die den niederen oder mittleren Besoldungsgruppen angehören, empfiehlt sich eine Dienstunfähigkeitsversicherung, um im Falle der Dienstunfähigkeit den erworbenen Lebensstandard beibehalten zu können. Ein Einkommensausfall kann hier zu einer Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz führen. Um Fehler bei der Antragstellung zu vermeiden, empfiehlt es sich hier, bereits frühzeitig einen Fachanwalt für Versicherungsrecht zu konsultieren.

Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Antragstellung und setzen Ihre Ansprüche gegenüber dem Dienstunfähigkeitsversicherer außergerichtlich wie auch gerichtlich durch.

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Aufgrund unseres besonderen Know How im Versicherungsrecht beraten und vertreten wir Versicherte bei Auseinandersetzungen mit Versicherern, insbesondere bei

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